EhrenAwards 2013

Der Internationale KreativWettbewerb feierte 2013 sein 5-jähriges Jubiläum.

 

Aus diesem Grund wurde die Verleihung von EhrenAwards initiiert, erstmals konnten 3 EhrenAwards an prominente Filmschaffende vergeben werden. Nur wenige Filme halten der hohen Messlatte und den damit verbundenen Anforderungen stand, was die Bedeutung dieses EhrenAwards unterstreicht.

 

Der EhrenAward wird auch Persönlichkeiten für ihr gesellschaftlich bedeutendes Engagement verliehen. 2013 ging er an Klaus Michael Böhm, Richter am OLG Karlsruhe, für seine Initiative BIOS e.V. - Opferschutz, die er gründete und der er vorsteht.

 

"Der Sommer des Falken", D 1987 (ab ca. 8 J.)

EhrenAward für Prof. Matthias Raue, Filmmusik

Der Spielfilm handelt von der Beziehung zu Tieren, vom Diebstahl des Geleges von Greifvögeln, von Jugendlichen, die sich gegenseitig von Straftaten abhalten und vom Idealfall einer Freundschaft.

 

In heutigen Spielfilmen erleben wir oft eine idolisierte Darstellung, so dass Jugendliche die verleitenden Straftaten aus Medien nachahmen und sich gegenseitig dazu animieren. Kinder und Jugendliche brauchen einen neuen filmischen Ansatz mit spannenden aber gewalt-präventiven bzw. gewaltfreien Inhalten.

 

Hervorzuheben ist die Filmmusik, die in Kombination von modernen Rhythmen und Volksinstrumenten (Zither/Zymbal) wunderbar die Volkstümlichkeit und die alpine Atmosphäre einfängt.

"Das Jahr der ersten Küsse", D 2002 (ab ca. 12 J.)

EhrenAward für Kai Wessel, Regie

Aufgrund der Größe/Datenmenge der Videos kann sich der Ladevorgang etwas verzögern.

Der Regisseur Kai Wessel verfolgte das Ziel, einen reminiszierenden Film für die Zielgruppe Erwachsene zu produzieren. Man höre und staune : Die Filmbewertungsstelle gab diesen Film für das Alter ab 0 Jahre frei!

 

Thematisch handelt es sich um einen Pubertätsfilm, der keinesfalls für Kinder vor der Pubertät geeignet ist und somit nicht vor einem Alter ab ca. 12 Jahren angesehen werden kann.

 

„Das Jahr der ersten Küsse“ ist ein hervorragend für Schulen geeigneter Film, reich an Diskussionsstoff,  der unter anderem auch  Alkohol- und Zigaretten-Konsum anspricht und der auf tlw. ganz witzige Art und Weise auf pubertäre Themen eingeht, die Jugendliche in diesem Alter entdecken und bewegen. Zur großen Überraschung enthält der Film eine gewalt-präventive Szene, wie sie für eine Auszeichnung geeigneter nicht sein kann.

 

Für die beeindruckend dargestellte Szene, gegen Gewalt aufzutreten und einen gewalttätigen Vater zur Räson zu bringen  sowie für das im Film eingesetzte Mittel, nicht selbst zu Gegengewalt zu greifen, sondern sich mit der Androhung des Rechtswegs zu wehren, erhielt der Regisseur den EhrenAward 2013.

Les Choristes - Die Kinder des Monsieur Mathieu, F/CH/D 2004 (ab ca. 16 J.)

EhrenAward für die Constantin Filmverleih GmbH, vertreten durch Torsten Koch, Geschäftsführer

Handlung :

Frankreich nach dem 2. Weltkrieg, gewalttätige Erziehung und tägliche Gewalt im Jungen-Internat. Erst der neue Musiklehrer und Chorleiter führt die Jungen über die erfolgreiche Beschäftigung mit Musik zu Leistungen, zu Anerkennung, zu einem gesunden Selbstwertgefühl - den besten Bausteinen einer gelungenen Persönlichkeitsentwicklung - und damit weg von Gewalt.

 

Der Film macht nachdenklich, weil Gewalt in unserer Gesellschaft bis heute immer noch nicht überwunden ist. Er öffnet die Augen, was Kunst und insbesondere Musik in der Erziehung zu leisten vermag. Leider findet gerade dieser Erfolgs-Faktor zu wenig Anwendung in der Erziehung, jungen Menschen mit der Entdeckung ihrer eigenen Stärken, mit den Mitteln von Kreativität und künstlerisch musikalischen Ausdrucksformen - und mit Verstand - soziales Verhalten zu vermitteln.

 

Aus dem letzten Filmausschnitt sei der Satz des Chorleiters angemerkt :
„Und in seinen Augen […]  las ich mit einem Mal so Vieles, Stolz, Freude über die Versöhnung, aber auch – und das war neu für ihn – so etwas wie Dankbarkeit.“

 

Der EhrenAward wird verliehen für die filmische Inszenierung einer der erfolgreichsten Erziehungs- und Bildungs-Methoden und dem Filmverleih, Spielfilme wie diesen im Sortiment zu führen.

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